Sommerfest 2014

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111 Jahre TV Fürth + 50 Jahre Frauenhandball - wenn das kein Grund zum Feiern ist. Ein wirklich gelungenes Fest, sogar das Wetter hatte es gut mit uns gemeint. Viele schöne historische Erinnerungen und Ehrungen von Mitgliedern, die es sich wirklich verdient haben.

Hier ein paar (160) Fotos vom schönen Fest.

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Artikel: WNOZ (14.07.2014)

FÜRTH. 111 Jahre TV Fürth und 50 Jahre Frauenhandball: Das war es der großen TV-Familie mit Vorsitzendem Fritz Eisenhauer, der Geschäftsführerin Beate Dreier und zahlreichen Helfern vor und hinter den Kulissen wert, in und an der vereinseigenene Halle ein Sommerfest zu feiern. Den zahlreichen Besuchern war einfach nach gemütlichem Beisammensein, nach angenehmen Plaudereien unter dem Motto "Weißt du noch?" zumute.

Dazu passte die Musik der Band Timeless. Analog ihres Namens spielte die vor allem aus Fürthern bestehende Band die gesamte Klaviatur der "zeitlosen", guten alten Pop- und Rocktitel, die aus der Zeit stammen, als die Fürther Frauen (1964) und die Fürther Männer (1967) angefangen hatten, Handball zu spielen: vom Hit der "Shocking Blue", "Venus", über den CCR-Kracher "Bad Moon Risin’" bis hin zu "Back in the USSR" von den Beatles.

Unter die Gäste mischten sich zahlreiche Fürther Mandatsträger, um dem größten Breitensportverein Fürths - mit rund 2700 Mitgliedern - die Ehre zu erweisen, aber auch der Sportkreis-Vorsitzende Günter Bausewein, dessen sportliche Heimat ebenso der TV Fürth ist. Er hatte eine angenehme Pflicht zu erfüllen. Für zwei besonders engagierte Damen des TV Fürth hatte er hohe Auszeichnungen des Sportkreises dabei. Hedwig Bauer erhielt die Ehrennadel in Bronze. Sie erklärte sich in turbulenten Zeiten bereit, das Amt der Rechnerin in dem Großverein zu übernehmen und hat seitdem an der Seite von Fritz Eisenhauer den Verein wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt.

Rund um die Uhr im Einsatz und zur Stelle ist Geschäftsführerin Beate Dreier. Darüber hinaus vertritt sie in der Gemeindevertretung (so wie Fritz Eisenhauer) ehrenamtlich die Interessen der Fürther Bürger und damit auch des TV Fürth: sie erhielt die "Silberne Ehrennadel des Sportkreises" - eine sehr selten vergebene, hohe Auszeichnung, wie Bausewein erklärte.

50 Jahre Frauenhandball

Im Mittelpunkt des Interesses standen ebenso die "Gründerinnen", die erste Damenmannschaft um Edith Thiede. Ihr erstes Spiel verloren sie noch 0:1, witzelte Eisenhauer bei seiner Würdigung, und zwar durch ein Eigentor. Sehr schnell spielten sie allerdings höherklassig. Eine Tradition, die sich bei den Fürther Handballdamen fortgesetzt hat. Aktuell spielen sie in der Spielgemeinschaft mit dem TSV Krumbach Landesliga. Sie hatten es sogar schon einmal bis zur Regionalliga geschafft. Der Nachwuchs, die Jugendhandballerinnen, scheiterten mehrmals knapp an der Deutschen Meisterschaft.

Noch weitere Höhepunkte einer mittlerweile 111-jährigen Geschichte des Vereins führte der Historiker und Heimatforscher Ludwig Knapp in einer Präsentation, unterlegt mit Bildern alter Dokumente, Gebäude und von Zeitzeugen auf. So führte er auf bewährte Art nach akribischer Recherche und Arbeit die ersten hundert Jahre des Vereins von 1903 bis 2003 auf, als die Turnhalle ihr heutiges Aussehen erhielt und der nicht mehr benötigte Kleinfeldplatz vor der Halle zum Parkplatz umgebaut wurde.

Knapps Ausführungen auch aus dunkleren Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges war aber auch zu entnehmen, dass sich der Verein 1921/22 dem "Arbeiter-Turn-und-Sportbund" angeschlossen und damit politisch einen "roten" Anstrich bekommen hat. Das führte 1933 mit der Machtübernahme der Nazis zum Verbot.

Die Wiedergründung mit der Rückgabe des Geländes und der Hallen-Ruine erfolgte in der Zeit zwischen 1950 und 1952. Im Jahr 1953 wurde 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Eisenhauer hätte noch vieles aus der Entwicklung der letzten zehn Jahre mit der Einrichtung des vereinseigenen Fitness-Centers in einer neu gestalteten Halle und über die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sagen können. Doch er verzichtete darauf. Den Besuchern war einfach nach Feiern zumute. (mk)

 

Artikel vom: 14.07.2014

Quelle: WNOZ