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Hand in Hand mit allen Menschen feiern

Miteinander von Kulturen und Religion

Begegnung – Kolpingfamilie und türkisch/islamischer Kulturverein organisieren am 25. April Fest in der Fürther TV-Halle

Präsentation des Plakats zum Begegnungsfest „Hand in Hand“ am 25. April in der Fürther TV-Halle. Von links: Hüseyin Yürük (Vorsitzender türkisch/islamischer Kulturverein), Ekrem Ocak (stellvertretender Vorsitzender Kulturverein), Richard Lannert (Vorstand Kolpingfamilie Fürth), Michael Kilian (Pressewart Kolpingfamilie Fürth), Hans Kraus (Veranstaltungsausschuss TV Fürth), Fritz Eisenhauer (Vorsitzender TV Fürth).  Foto: Manfred Ofer

In Deutschland leben zurzeit Menschen, die mehr als 200 verschiedenen Nationalitäten angehören. In jüngster Zeit hat sich die Zahl der Asylsuchenden, die vor Krieg und Vertreibung flüchten, stark erhöht. Die Gemeinde Fürth im Weschnitztal spiegelt einen Mikrokosmos dieser Entwicklung wider. So wird es am 25. April (Samstag) ab 14 Uhr in der Halle des TV Fürth ein großes Begegnungsfest geben.

„Wir rechnen mit bis zu 400 Besuchern“, sagte Richard Lannert von der Fürther Kolpingfamilie am Montagabend bei einer Pressekonferenz in der TV-Halle. Das Fest unter dem Motto „Hand in Hand“ – auf Türkisch „El Ele Eglence“ – ist ein gemeinsames Projekt der Kolpingfamilie und des türkisch/islamischen Kulturvereins in Fürth. Im Fokus steht der Gedanke, das gute Miteinander der Kulturen und Religionen zu fördern. Die funktioniert am besten, indem man die Menschen zusammenbringt.

Der TV Fürth stellt mit seiner Halle die Örtlichkeit zur Verfügung. Das Werbeplakat für die Veranstaltung wurde von einem Mitglied des Kulturvereins entworfen und soll demnächst überall in der Gemeinde ausgehängt werden. An der Programmgestaltung wirken unter anderem die beiden christlichen Kirchengemeinden, die Müller-Guttenbrunn-Schule und die Afrikahilfe mit. Insgesamt sind es bis zu 16 Vereine und Institutionen, die ihren Beitrag leisten und sich bei dieser Gelegenheit auch den neuen Mitbürgern vorstellen möchten. Denn oft ist es die Arbeit in den Vereinen, die durch Kommunikation und Kooperation Integration fördert.

Musikalisch, sportlich, künstlerisch

Die Einladung zum Fest richtet sich an alle Menschen, die in Fürth wohnen, aber auch an Interessierte aus den Nachbargemeinden, unabhängig ihrer Nationalität. Das Programm ist abwechslungsreich gestaltet. So wird es musikalische, sportliche und künstlerische Darbietungen geben. Besonderes Augenmerk liegt auf Familienfreundlichkeit: Kinderschminken, Vorlese-Aktionen, Tänze, Seilspringen, ein Quiz und vieles mehr. Dazu gibt es ein reichhaltiges Angebot an deutschen und türkischen Speisen.

„Wir freuen uns sehr auf das Fest und die Möglichkeit zu unterstreichen, dass wir ein Teil dieser Gemeinde sind“, sagte Hüseyin Yürük, Vorsitzender des türkisch/islamischen Kulturvereins am Montag. Gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Ereignisse sehe er sehr wohl die Notwendigkeit, ein besseres Kennenlernen der Menschen untereinander zu fördern, um Vorurteilen vorzubeugen. „Unser Fest soll auf jeden Fall eine Plattform für dieses Ansinnen bereiten“, merkte Fritz Eisenhauer an. Der Vorsitzende des TV Fürth verwies auf die internen Strukturen des Vereins, der lange positive Erfahrung bei der Integration ausländischer Mitbürger hat. „Wir haben mehr als 2000 Mitglieder, die sich im TV Fürth engagieren, wovon zehn Prozent einen Migrationshintergrund besitzen“, so Eisenhauer. „Das ist eine gute Entwicklung, und wir würden uns freuen, wenn das Fest dazu beitragen kann, unser Miteinander in Fürth generell weiter zu forcieren“.

Gleichwohl legten die Verantwortlichen Wert darauf, dass die Terroranschläge in Paris und in Kopenhagen nicht der Grund für das Begegnungsfestes gewesen seien. „Die Kolpingfamilie bemüht sich seit vielen Jahren um einen verständnisvollen Austausch mit anderen Religionen“, sagte Richard Lannert. So habe man unter anderem eine Vortragsreihe ins Leben gerufen, wodurch sich ein beständiger Dialog und eine Freundschaft mit dem türkisch/islamischen Kulturverein entwickelt haben. „Die Idee zu dem Fest hatten wir schon vor geraumer Zeit“, betonte Lannert.

Erste konkrete Gespräche zwischen den Verantwortlichen seien bereits im September erfolgt. Ein Fest dieser Größenordnung muss gewissenhaft geplant und organisiert sein. Für die Muslime unter den Besuchern wird ein Gebetsraum in der TV-Halle eingerichtet. „Hand in Hand“ wird wörtlich genommen. Zudem wird am 25. April kein Eintritt erhoben. Sofern ein Überschuss aus Speisen- und Getränkeverkauf erwirtschaftet werden sollte, ist geplant, das Geld an ein soziales Projekt in Fürth oder der Region zu spenden.